«Dank Einsatz von Telepresence-Robotern werden wir weniger reisen»

6. November 2018|Interview|

Der Reiseaufwand zwischen Meetings oder unterschiedlichen Standorten ist ein bekannter Produktivitäts-Killer. Armin Brunner ist Leiter der Multimedia Services an der ETH Zürich und wird uns in seiner Keynote am TEFO’18 live demonstrieren, wie die ETH mit dem neuen Telepresence-Roboter Zeit und Geld spart sowie die Umwelt schont.

Telepresence-Robotern

Reisen kostet Zeit, Geld und belastet unsere Umwelt. Mittels Telepresence-Roboter hat bei der ETH eine neue Form der Collaboration Einzug gehalten. Armin Brunner betreut an der ETH über 80 Hörsäle und 120 Seminarräume. Am TEFO werden zwei dieser Lösungen live demonstriert, deren Einsatz heute in jedem KMU denkbar wäre.

Armin Brunner

Armin Brunner

Herr Brunner, wie werden Telepresence-Roboter bei der ETH eigesetzt?

Bei uns war das Ziel mit dieser digitalen Form der Präsenz den Reiseaufwand zu reduzieren. Oft wird die Anwesenheit eines Experten für ein Meeting von ein paar Stunden benötigt. Mit Telepresence-Roboter kann sich jemand vor Ort einbringen, wie wenn er effektiv anwesend wäre. Zudem bringen solche modernen Hilfsmittel eine Kultur der Offenheit für technische Innovationen. Das hat bei der ETH natürlich eine hohe Priorität.

Kann ein Student an über solche Telepresence-Roboter an Vorlesungen teilnehmen?

Über unser Videoportal sind die sehr viele unserer Vorlesungen remote abrufbar. Es gibt diverse erfolgreiche Beispiele, wo Schüler oder Studenten eine krankheitsbedingte Abwesenheit mittels Telepresence überbrücken konnten. Für die Motivation und Integration eines Betroffenen kann so eine Lösung entscheidend sein. Auch in der Schweiz gibt es schon diverse Beispiele, wo solche Systeme erfolgreich eingesetzt worden sind.

Wo sehen Sie den Einsatz im Business-Bereich?

Das Arbeiten von zu Hause ist im Trend. Telepresence-Roboter bieten dabei aber immer noch die Möglichkeit mit seinem Team zu interagieren. An normalen Meetings kann man remote teilnehmen, ohne dass ein spezieller Videokonferenz-Raum benötigt wird. Meetings werden so für alle Beteiligten spannender und man lebt technische Innovation was heute mit der Digitalisierung in jeder Branche gefragt ist.

Wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Telepresence-Roboter?

Der Double kann sich wie ein Segway frei bewegen und so auf Personen zugehen. An einer Veranstaltung wie einem Workshop oder Apéro ist er ideal geeignet. Eine geschlossene Türe oder ein Lift sind aber Hindernisse, die er nicht überwinden kann. Der Kubi ist einfach erklärt ein Pad mit Motorik und findet seinen Einsatz primär bei Meetings. Sehr einfach ist man so bei einer Besprechung mit dabei und kann seine Anliegen überzeugend einbringen. So lässt sich eine Krankheitsabsenz besser überbrücken oder der Reiseaufwand einsparen. Wenn man den Kosten-Nutzen solcher Systeme betrachtet, sind sie innert kürzester Zeit amortisiert.

Jetzt anmelden

Author

Gabriela Müller Marketing Director, Studerus AG

Mehr zum Thema

Blog Archiv