Zum 15. Mal lud der Value-Added-Distributor Studerus am 13. November 2025 zum Technology Forum (TEFO) ins Mövenpick Hotel nach Regensdorf. Rund 350 IT-Fachleute folgten dem Ruf. Unter dem Motto «Am TEFO wirst du schlauer» erwartete die Gäste ein Tag voller Vorträge, Networking und hochkarätiger Keynotes zu den Schwerpunktthemen KI, IT-Security und VoIP.

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Gleich zu Beginn der Jubiläumsausgabe des TEFO erblickte das Publikum ein neues Gesicht: Die Moderatorin Désirée Lehmann begrüsste die Gäste im grossen Kongress-Saal und führte fortan strukturiert und mit spürbarer Routine durch den Tag. Um 9.10 Uhr wandte sich auch Studerus-Firmengründer und Managing Director Frank Studerus an die Gäste, dankte den Sponsoren und Referierenden und erinnerte daran, wie sich das Forum in eine feste Grösse der Schweizer IT-Landschaft entwickelt hat: ein Tag im Jahr, an dem Hersteller, Provider, Integratoren und IT-Verantwortliche zusammenkommen.

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Ein besonderes Highlight der 15. Ausgabe war der Besuch von Ken Tsai, dem Präsidenten von Zyxel Networks. Eigens aus Taiwan angereist, würdigte er die langjährige Partnerschaft von Zyxel und Studerus mit einer symbolischen Geste: Er überreichte Frank Studerus auf der Bühne eine 15 Jahre alte Flasche Kavalan-Whisky aus seiner Heimat. In seiner anschliessenden Rede unterstrich Tsai die immense strategische Bedeutung Taiwans für die globale Tech-Industrie. Die Insel sei nicht nur geografisch ein Knotenpunkt, sondern dominiere die Halbleiterproduktion (TSMC bediene 70 Prozent des Marktes) und sei für die KI-Entwicklung unverzichtbar – über 90 Prozent der weltweiten KI-Server kämen aus Taiwan. Tsais Fazit: Die Stabilität der KI-Industrie hänge direkt von der Stabilität Taiwans ab. Für Zyxel kündigte er an, künftig verstärkt auf «Cloud-KI-Power» in den eigenen Management-Lösungen zu setzen.

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Das grösste soziale Experiment der Menschheitsgeschichte

Das Thema KI dominierte auch die Keynote von Prof. Dr. Marc Pouly (HSLU), der ChatGPT als «das grösste soziale Experiment der Menschheitsgeschichte» bezeichnete. Pouly räumte humorvoll mit dem Mythos auf, KI sei erst mit ChatGPT entstanden. Die eigentliche Geburtsstunde datiert er auf 1957.

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Er unterschied klar zwischen der generativen KI und der «stillen Revolution» der diskriminativen KI (Objekterkennung, Empfehlungen), die bereits seit der Periode 2012-2015 durch die Kombination von neuronalen Netzen, Big Data und GPUs unseren Alltag durchdringt. Pouly stellte die enormen Energiekosten für das Training einer KI (der CO2-Fussabdruck übersteige den eines Falcon-9-Raketenstarts) den verhältnismässig geringen Kosten der Nutzung gegenüber und meinte dazu schliesslich: «Wir haben schon für Blöderes Energie gebraucht.»

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Einen klaren Rat gab er zur Monetarisierung: Wie im Goldrausch seien es nicht die Goldgräber, sondern die Verkäufer von Schaufeln und Pickeln (heute Nvidia und AMD), die reich würden. Gleichzeitig dämpfte er die Erwartungen: Eine KI habe «kein Wahrheitsbewusstsein» und das Problem der Halluzinationen sei mit aktueller Technologie fundamental nicht lösbar.

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Thematische Breite in Sessions und Ausstellung

Nach den Keynotes verteilten sich die rund 350 Teilnehmenden auf 14 Referate in drei parallelen Tracks. Studerus setzte bewusst auf eine thematische Breite, um neben treuen Partnern auch gezielt neue CIOs und IT-Verantwortliche aus KMU anzusprechen.

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Die Agenda reichte von E-Mail-Sicherheit bei Office 365, Incident-Management (Switch-CERT) und Entra ID für WLAN-Authentifizierung bis hin zu TV im Hospitality-Umfeld. Besonders praxisnah waren die Einblicke von Romano Ramanti (Zürcher Kantonalbank), einem Certified Ethical Hacker, der live vor Gefahren aus dem Darknet sowie vor «Fake Adwords» und Homoglyph-Generatoren warnte und aufzeigte, wie sorglos Nutzer mit Phishing-Mails umgehen.

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Im umfangreichen Ausstellungsteil nutzten zahlreiche Partner – iWay, Init7, Zyxel, Peoplefone, Logitech, 3CX, Call4tel, Fanvil, sipcall, Snom und GIRGIN – die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit den Besuchern. Erstmals präsentierte sich auch Prime Time mit Lösungen für TV im Hospitality-Umfeld und traf nach eigener Aussage auf genau die richtige Zielgruppe.

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Der Grundtenor der Ausstellenden: Ein Tag am TEFO ersetzt eine Vielzahl einzelner Kundentermine und ermöglicht dichte, qualitativ hochwertige Gespräche. Dass nicht nur langjährige Partner, sondern auch neue Anbieter den Weg nach Regensdorf gefunden haben, zeigt, dass das Format weiterhin Relevanz hat.

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Für Auflockerung sorgte am Nachmittag eine eigens inszenierte Unterhaltungseinlage: Zwei als News-Journalisten auftretende Akteure stellten den Gästen ungewohnte, teilweise etwas provokante Fragen und holten so spontane und amüsante Antworten aus den befragten Gästen und Sponsoren heraus.

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Ausgedehnter Abschlussapéro und Zufriedenheit überall

Das offizielle TEFO-Programm endete bei der diesjährigen Ausgabe bewusst früher als in der Vergangenheit, um dem Networking-Apéro mehr Raum zu geben. Dieser wurde ausgiebig genutzt – für Fachgespräche, Projektideen, kritische Nachfragen zu den Referaten und den informellen Austausch, der auf keinem Slide steht, aber oft den grössten Mehrwert bringt.

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Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. 90 Prozent der Gäste sagten in einer nach dem Anlass durchgeführten Umfrage, dass ihre Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen wurden. Die Befragten lobten dabei besonders die Referate zum Thema KI.

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Das TEFO 25 bewies somit einmal mehr, dass Wissensvermittlung, Branchentreff und Inspiration hervorragend zusammenpassen.

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TEFO 25 in den Medien

Lesen Sie den Bericht unseres Medienpartners Swiss IT Reseller:

https://www.itmagazine.ch/artikel/85975/Thematisch_breites_Jubilaeums-TEFO.html

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Auch der IT-Markt hat über das TEFO 25 berichtet:

https://www.it-markt.ch/news/2025-11-13/hoher-besuch-am-15-studerus-technology-forum

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Präsentationen des TEFO 25 als PDF

https://www.tefo.ch/praesentationen-2025/

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Galerie TEFO 25

Autor

Claudio Cola, Communication Manager, Studerus AG

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